Weinverkostung

Am 9.11. öffneten sich die Türen des Hüttehauses, um alle Weinliebhaber auf einen unvergesslichen Abend ein-zuladen. Neben der Aktivitas waren auch viele AHs anzutreffen, die entweder ihre Weinkenntnisse auffrischen wollten oder sich einfach ein Gläschen des Schwäbischen Wassers genehmigten. Der junge Winzer vom Collegium Wirtemberg, welcher den Anbau von Wein als ein Hobby wertschätzt, blieb bis nach Mitternacht, um den wissbe-gierigen Hüttianern einen umfassen-den Einblick in den Anbau und die Verarbeitung zu geben. 

Zuletzt haben auch wir ein paar alte Flaschen aus dem Keller geholt, um eine Kostprobe eines verkorkten Weins zu ermöglichen. 

Um den Abend mit den richtigen Worten beschreiben zu können, nahm ich mir in abendlicher Zuversicht eine Flasche von unten und begann zu dich-ten:

Rotwein ist für alte Knaben eine von den besten Gaben.
So lad ein das Hüttevolk, zu trinken das rote Gold.
Kannt ich nur das Berliner Bier, so drückte eine Frage mir.
Was der Schwab‘ nur hat mit seinem Wein, all dies war für mich Latein.
Doch als die dunkle Flüssigkeit, sich in Richtung meiner Lippen neigt, begann ich zu verstehen, wie konnt ich übersehen?
Traubenblut schafft frohen Mut. Die Rebe ist ein Sonnenkind, sie liebt den Berg und haßt den Wind.
Drum lernt ich zweierlei, bei dieser abendlichen Völlerei:
Wer dich verschmäht, du edler Wein, der ist nicht wert, ein Mensch zu sein
und ein Trinkgefäß, sobald es leer, macht keine rechte Freude mehr.

Robin Prinz