Carl Krug

*1881 †1967

EM SS 1950

Leben

Carl Krug studierte bei Carl von Bach an der Technischen Hochschule in Stuttgart Maschinenbau und war dort auch Assistent in Bachs Ingenieurlaboratorium und der Materialprüfanstalt gewesen.

Im Rahmen seiner Tätigkeit für das Frankfurter Unternehmen Naxos Union, wo er seit 1908 beschäftigt war, erkannte er die Möglichkeiten der Flachschleiftechnik und gründete daraufhin die Diskus-Werke zur Entwicklung und Herstellung von Schleifscheiben für den Flächenschliff und die dazugehörigen Schleifmaschinen. Kurz nach der Gründung unternahm Krug eine Studienreise in die Vereinigten Staaten, die zu dieser Zeit führend im Bau von Schleifmaschinen waren. Die dort gewonnenen Erkenntnisse verbesserte er durch eigene Versuche, so daß er bereits 1912 eine erste Schleifscheibe zum Patent anmelden konnte. Die Schleifmaschine, die eigens für diese Schleifscheibe entwickelt wurde, war so leistungsfähig, daß schon bei der Vorstellung des Prototyps 24 Bestellungen entgegengenommen werden konnten, unter anderem von den Firmen Maybach und Robert Bosch sowie der Maschinenfabrik Esslingen.

In den zwanziger Jahren entwickelte Krug hydraulische Getriebe für Flächenschleifmaschinen. In dieser Zeit expandierte das Exportgeschäft, gestützt auf ein umfangreiches Vertriebssystem, erheblich, so daß es 60 % des Gesamtumsatzes des Unternehmens ausmachte. Im Jahr 1941 firmierte das Unternehmen in Diskus Werke Frankfurt am Main Aktiengesellschaft um. An die guten Geschäftsbeziehungen der Vorkriegszeit konnten die Diskus Werke auch nach 1945 bald wieder anknüpfen, nachdem ihre Produktionsanlagen den Krieg ohne Schäden überstanden hatten. Am 6. November 1945 konnte mit einer vorläufigen Genehmigung der Amerikanischen Militärregierung die Produktion wieder aufgenommen werden.

1958 übernahm Carl Krug den Vorsitz im Aufsichtsrat des Unternehmens und überließ seinem Sohn den Vorsitz im Vorstand.

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