Arthur Burkhardt

* 1905 † 1990

EM WS 1960

Leben & Wirken

Dr.-Ing. rer. nat h.c. der Universität Tübingen, Ehrensenator der Universität Tübingen, Honorar-Professort der TH Stuttgart, Generaldirektor der WMF, Geislingen

Arthur Burkhardt wurde am 10. März 1905 in Freiburg i.B. geboren. An der Technischen Hochschule Stuttgart studierte er Naturwissenschaften und promovierte dort 1928 zum Dr.-Ing. Er blieb an der Hochschule zunächst als Assistent tätig.

Von 1929 bis 1935 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Metallgesellschaft in Frankfurt am Main, wo er auf dem Gebiet der Nichteisenmetalle forschte und später im Metall-Laboratorium der Metall-Gesellschaft in Frankfurt a.M. tätig. Zwischen 1935 und 1941 war er Betriebsführer des Bergbaukonzerns Georg von Giesches Erben in Magdeburg. In dieser Zeit verschaffter er sich umfangreiche Erfahrungen auf technischem aber auch kaufmännischem Gebiet und entwickelte mehrere neue Werkstoffe.

Kurz vor Kriegsende (1944) wurde er als technisches Vorstandsmitglied zur Württembergischen Metallwarenfabrik (WMF) in Geislingen/Steige berufen und wurde 1950 Vorstandsvorsitzender. Gemeinsam mit den anderen Mitgliedern des Vorstandes meisterte er die schweren Krisenjahre nach dem Zusammenbruch. Burkhardt, der im Jahr 1969 ausschied, hatte das Unternehmen seit dem Kriegsende geführt und es in dieser Zeit mit seiner bemerkenswerten Autorität geprägt. Er war Techniker und daher stand vor allem die Produktion im Zentrum seiner Planungen.

In der Erinnerung des Unternehmens und der Stadt spielen aber auch seine kulturellen Verdienste eine Rolle. Von 1959 bis 1970 fanden unter seiner Verantwortung zahlreiche viel beachtete Kulturveranstaltungen statt, in denen verschiedene hochkarätige Orchester und Musiker, Sängerinnen und Sänger auftraten.

Neben seiner Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender der WMF war er Aufsichtsratsvorsitzender und Aufsichtsratsmitglied mehrerer Unternehmen. Arthur Burkhardt veröffentlichte umfangreich auf metallurgischem Gebiet.
Die von ihm eingerichtete Arthur-Burkhardt-Stiftung vergibt seit 1984 einen nach ihm benannten Preis zur Wissenschaftsförderung.Dr.-I

Ehrungen

  • 1955: Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland
  • 1966: Großes Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland
  • Ehrensenator der Technischen Hochschule Stuttgart
  • 1960 Ehrenmitglied des Akademischen Vereins Hütte Stuttgart
  • 1961 Ehrensenator der Universität Tübingen
  • Honorar-Professor der Technischen Hochschule Stuttgart
  • Doktor rer. nat. ehrenhalber

Martin Bührlen

Adolf Scheufelen