Flashback: Sodom & Gomorrah auf der Hütte?

12.2.1982 – 19:60 Uhr. Unter dem unverdächtigen Motto „Betthupferlparty“ fanden sich einige Dutzend Besucher im großen Hüttesaal ein, der nicht wieder zu erkennen war. Mr. Sandman gab sich die Ehre. Aber was dann kam, gab es nur einmal auf der Hütte …

Die Faschingsbälle der Hütte der 1960er und 70er-Jahren waren spektakulär. Mit aufwändigen Aufbauten wurde der Hütte-Saal jedes Jahr in eine andere Faschingswelt verwandelt. Als die Party-Gäste am 12. Februar 1982 eintrafen, sah es dagegen erst einmal relativ unspektakulär aus: Im gesamten Saal standen Betten, auf denen sich die Besucher gemütlich niederlassen konnten. Alle waren gekommen: Nachtfalter, Träumer, Schmusekatzen, Traumtänzer, Beischläfer, Nachtschattengewächse und Betthäschen. In Nachthemden und Pyjamas, aber natürlich züchtig verhüllt – es geschah ja alles in der Öffentlichkeit. Unerwünscht waren Nachtwächter, Bettnässer, Schnarchzapfen, Matratzenschoner, Winterschläfer, Spanner, Bettflaschen und Liebestöter.

Die Party konnte also losgehen! Eröffnet von der legendären Hütte-Combo. Am Zupf-Bass Ex-Bb Klaus Geray. Bb Berthold Dörrich malträtierte die Tasten des Flügels. Stimmgewaltig beteiligten sich Bb Folker Bader, Gerrit Abendschön und Achim Keppler.

Nur: Was sollte die große weiße Papierwand am Ende des Saales? Kurz vor Mitternacht wurde das Licht gedimmt, ein greller Scheinwerfer Papierwand ließ die Schatten einer eindeutigen Situation auf der Papierwand erscheinen. Und Chris de Burghs Song machte klar, was kommen würde. Alle Gäste wollten nur eines wissen: Who’s the best stripper in town?

Über die Antwort gab es keine Diskussion – es gab nicht viele, die sich den Auftritt getraut hätten. Der Name der mutigen Dame soll an dieser Stelle allerdings verschwiegen werden. Nur soviel: Sie geht heute als Unternehmerin erfolgreich einem ehrenwerten Beruf nach. Und Sie hieß nicht Patricia! Ex-Bb Klaus Geray war im übrigen der Einzige, der hinter der Kulisse mit Kamera aktiv war. Seine Fotos hat er – ganz Gentleman – bis heute nie geteilt … Ach ja, falls an dieser Stelle jetzt #MeToo-Diskussionen aufkommen sollten: Alle Beteiligten hatten großen Spaß und alles war natürlich völlig freiwillig!

Herzlichen Dank an Bb Bernhard Braxmeier für die historischen Bilder, die uns diese Flashback-Erinnerung möglich machten!